GDC #3, Ilmenau, Deutsche Meisterschaft 2017

Juli 2017

Absolute Abfahrt

Das Fahrerlager steht, die Bikes sind bereit. Die 21. Absolute Abfahrt in Ilmenau kann kommen! Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Streckenbauer wieder mächtig viel einfallen lassen und so waren ca. 50% der Strecke deutlich verändert worden.

Nach dem obligatorischen Starthügel verlief die Abfahrt nun zunächst geradeaus, um in einem Schlenker nach rechts durch den Wald kurz in die zweckentfremdete alte Bobbahn zu führen und nach einem weiteren Waldbodenstück zur ersten gebauten Anlieger-Sprung-Kombination führte.

Es folgte eine weitere waldige und erdige Passage hin zum ersten großen Hindernis: der Drop-Double Kombination. Nach einem Tretstück im Wald ging es dann zum Waschbrett. Dieses wiederum leitete zu einer kleineren Steinabfahrt, so dass man dieses Jahr von links in die Bombenkrater gekommen ist.

Ab hier wurde es dann für die Teilnehmer des letzten Jahres wieder gewohnt. Das sich direkt anschließende Steinfeld war etwas enger abgesteckt und der Sprung nach der Fankurve etwas flacher, die Donauwellen dafür wie immer eine wurzelige Achterbahnfahrt. Eines der Herzstücke der Strecke war erneut das Holzkreuz mit seinen drei Absätzen und der folgenden Kurvenfahrt im Wald. Diese Mal ging es dann wieder gerade auf den Zielsprung zu, was deutlich längere Flugphasen zuließ.

Das Training am Freitag war geprägt von viel, viel Waldboden und natürlichem Untergrund und Hindernissen, was von allen Fahrern als extrem positiv wahrgenommen wurde. Man braucht eben nicht immer Brechsand und Highspeed-Shapes, sondern Wald und Wurzeln treiben ebenfalls ein dickes Grinsen ins Gesicht. Einzige Herausforderung: die Strecke verändert mit jeder Abfahrt ihr Gesicht. Überall, wo oben noch Waldboden unter den Stollen war, konnte man spätestens nach den Trainingsläufen am Samstag und dem nächtlichen Regen dicke Löcher, offene Wurzeln und tiefe Fahrspuren erwarten. Aber: dem Spaß hat das überhaupt keinen Abbruch getan!

Mit entsprechend guter Laune ging es dann auch in die Seeding Runs am Samstag. Die alten Hasen der Open Masters durften wie immer als erstes auf die Strecke. Ralf Schmedding konnte sich einen soliden #22 erfahren, für mich blieb #53 von 58, nachdem ich mich wieder auf meinen Downhiller eingeschossen hatte. In den Open Men ging Jason Kuhnen an den Start und erreichte einen sehr guten #31 von 132.

Es folgten die Pro Masters. Sven Pfeiffer erkämpfte sich einen #39 von 52, unsere Allstars Gino Schlifske und Markus Bast platzierten sich auf #21 und #12 und da sollte noch was kommen am Sonntag. Daniel Jahn konnte die Pro Masters im Seeding ganz klar dominieren und sicherte sich mit einer knappen Sekunde Vorsprung den ersten Platz seiner Klasse.

Kevin Dewinski und Noah Kuhnen gingen schließlich in der Elite Men an den Start. Kevin konnte sich auf Platz #25 im extrem engen Fahrerfeld durchsetzen und Noah fuhr zufrieden auf #34 von 107 Finishern.

Daniel hatte bereits gegen Nachmittag am Samstag Pizza bestellt, die dann nur noch abgeholt werden musste und bei italienischen Teigfladen und guten Gesprächen neigte sich der Samstag langsam dem Finale entgegen.

Nachdem die Schlafsäcke auf Tauglichkeit und guten Schlaf überprüft waren ging es nach dem Frühstück am Sonntag dann auch wieder direkt ins Training für das Finale. Am Freitag war im Training die Strecke aufgrund eines schwereren Sturzes gute 90 Minuten gesperrt gewesen, dies sollte aber die längste Unterbrechung gewesen sein und wurde durch Verlängerung des Trainings auch kompensiert.

Die Strecke hatte wiederum ihr Gesicht geändert. Am Samstag war es zunächst noch durchaus rutschig vom nächtlichen Regen, am Sonntag war der Boden zwar noch etwas weich aber insgesamt extrem griffig. Die Fahrspuren wurden auch immer tiefer, sodass sich an manchen Stellen teils hohe und feste natürliche Anliegerkurven gebildet hatten. Gleichzeitig lagen ebenfalls viel Geröll und losgefahrene Steine in den Fahrrinnen. Aus aller Munde kam immer wieder der Kommentar: ‚übelst ausgebombt, aber geile Strecke!‘ Da wurde manche Felge dann auch schonmal bis zur Überlastung den materiellen Grenzen ausgesetzt…

Zum Finale ging es dann in der üblichen Reihenfolge. Ich und Ralf machten den Anfang. Wir konnten beide die Zeit vom Vortag verbessern, das gelang unseren Mitstreitern aber leider noch besser als uns. Ralf landete auf #27 von 54, mir blieb nach einem Sturz hinter dem Double nur noch die #52. Jason brannte dann in den Open Men eine saubere 02:13.403 in die Strecke und landete auf #6 von 126 seiner Klasse.

Die Pro Masters starteten dann für Gino mit #24 von 54. Markus Bast ließ seine Karre nochmal richtig fliegen und schoss mit 02:12.550 über die Ziellinie auf #13, aber dazu gleich mehr…Daniel Jahn schrammte um knappe zwei Zehntelsekunden am Sieg vorbei und erkämpfte sich einen ehrenvollen zweiten Platz.

Und wer weiß, was passiert wäre, wenn der hirn- und wirbellose Minusmensch unserem Daniel am Startblock nicht die Brille geklaut hätte? Wir wünschen ihm jedenfalls von Herzen, dass er Durchfall bekommen möge!

In der Elite Men Klasse gingen dann nochmals Kevin und Noah an den Start, die beide ihre Zeiten vom Vortag verbessern konnten und sich damit #30 und #49 einheimsen konnten.

Aber: es ging ja auch um die deutschen Meisterschaften im Downhill und da kommt Markus Bast wieder ins Spiel: Er sicherte sich den ersten Platz der Pro Masters 2 Wertung der über 40-jährigen und unseren Respekt und unsere Glückwünsche! Daniel Jahn wurde Vizemeister seiner Klasse und auf jeden Fall Sieger der Herzen! Unsere Glückwünsche gehen natürlich auch an Max Hartenstern für die schnellste Abfahrt des Wochenendes und seinen Titel als deutscher Meister!

Wenn ihr alle mögt, dann sehen wir uns in vier Wochen in Tabarz zum GDC  #4 wieder.

Wer es bis dahin nicht erwarten kann: kommendes Wochenende gibt es ja noch das 24h-MTB-Rennen in Radevormwald.

Bis dahin: geht Fahrrad fahren!

Besten Gruß,

Norman

Der Drop-Double in seiner ganzen, nassen Pracht

Markus lässt es ordentlich flattern

Voll fokussiert: Sven Pfeiffer

Immer auf der Suche nach der besten Linie: Gino Schlifske

Wie immer total entspannt und mit Spaß dabei: Daniel Jahn

Hatte seinen Spaß mit dem G19: Jens Miller

Absoluter Abflug

Das Fahrerlager: Ort der Ruhe und Erholung...

Fliegste quer, siehste mehr: Markus Bast mit Style am Zielhang

Da weiß er noch gar nicht, wie ihm geschieht...

Und hier ist es amtlich: Deutscher Meister der Pro Masters 2 im Downhill: Markus Bast

Meine Tochter und meine Frau sagten, sie würden sich sehr freuen. Da hab ich dann gewonnen.

Unser Transfer-Bike mit Nicolai-Genen: HNF Heisenbergs XF1

Gino im Zielhang und die Landung schon im Blick

Unsere Rakete: Daniel Jahn. Übrigens auch ohne Brille extrem schnell

Endanflug

Die BikeBauer Allstars. Immernoch kein bisschen müde und mit Bock auf mehr!

Ey Noah, Bremse noch dran? Warte, ich schau mal...

Bremse ist dran. Na dann: lass flattern Junge!

Da freut sich einer! Und alle freuen sich mit.

Steht ihm gut, das Gold: Markus Bast

Der Vizemeister mit guter Laune auf dem Podium

Herzlichen Glückwunsch an alle Gewinner!

Immer dabei, egal wo er ist.

Gas geben Junge!

Lass es dir schmecken Jason. Das Sofa steht dir übrigens ganz gut, kannste öfter drauf sitzen!

Erster! Und der da hat mitgemacht!

Da freut sich der Bast´sche Hund: ist das Herrchen glücklich, geht es auch dem Vierbeiner gut.

Hier war doch noch irgendwo ne Sekunde... Ah, ja, da ist sie ja!

Endlich mal normales Camping. Ey Noah, wo ist eigentlich der 4er Inbus?

Ein Kommentar:
         
& von Stephan.