Rasenrennen 2017

September 2017

Rasenrennen die 8.te…

Vor 5 Jahren war ich das erste Mal beim Rasenrennen und seitdem ist der Termin ein fester Bestandteil im Rennkalender! Es ist einfach anders als bei den anderen Races – nicht nur wegen des Battle-Mode oder der besonderen Streckenform oder weil es ein Charity-Race ist- es ist das Gesamtpaket, was das Rasenrennen so besonders macht!

Auch diesmal mussten wir auf Regen nicht verzichten, nur dieses Jahr in umgekehrter Reihenfolge: Letztes Jahr waren das Training und die Seeding-Läufe im Trockenen, dafür die letzten Battles auf einmal im strömenden Regen. Jetzt also mal die andere Variante: Das ganze Wochenende Regen und Megaschlamm, dafür die Battles bei Sonnenschein, was gerade für die Zuschauer , die das Event begeistert verfolgt haben, natürlich viel angenehmer war.

So, nun zu dem eigentlich Rennen: Das Training verlief super. Ich hatte von Anfang an einen guten Speed, kam im oberen technischen Teil wunderbar zu Recht und auch auf den offenen Wiesenkurven konnte ich es Dank der Continental MudKings ordentlich laufen lassen!

Am Samstag beim Seeding Run ignorierte ich gekonnt die Aussage meines Teambuddies Gino, dass die Anfahrt zu dem kleinen Sprung kurz vor dem Ziel mega anstrengend (weil tiefer, zäher Schlamm mit tausend Spurrillen) sei, und pedalierte wie ein wahnsinniger über den Sprung… mit 2 km/h…

Da wäre man, also ich, wohl besser – wie fast alle anderen auch – dran vorbei gefahren und hätte einiges an Zeit und Kraft eingespart! So musste ich mich mit 1,8 Zehntelsekunden Rückstand auf Nino Zimmermann auf Platz 2 zufrieden geben.

 

Am Sonntag war das Wetter anfangs nicht viel angenehmer und ich trainierte nur noch 2-3 mal, um Körner für die Battles zu sparen. Vorher waren aber noch die Qualis zu absolvieren. Die schnellsten 32 Fahrer gingen in die Battles.

Ich verbockte ein, zwei Stellen und somit musste ich mich mit Platz 3 „begnügen“.

Pünktlich zu dem Hauptevent der Zweikämpfe wurde das Wetter besser und alle konnten sich voll auf die Rennen konzentrieren!

Die ersten Läufe konnte ich direkt am Start entscheiden.Wenn der Abstand vom Gegner nach den ersten Kurven ausreichend groß war, konnte man es auch ruhig angehen lassen – Kräfte schonen…

Dann das Halbfinale gegen Nino Zimmermann! Oha, der Junge ist in beiden Seedings schneller als ich gewesen und durfte sich daher den Startplatz aussuchen, d.h. links oder rechts im Gatter wählen, und da die linke Seite eindeutig die bessere, schnellere Seite war, entschied er sich natürlich für links.

Verdammt, ich wollte unbedingt ins Finale und konzentrierte mich auf die völlige Eskalation am Start, denn wenn man am Start hinten ist, wird es verdammt hart, nochmal nach vorne zu kommen…

Das wusste natürlich auch Nino und so kam es wie es kommen musste. Zwei Racer, die um nichts nachgeben wollen: Wir sprinteten wie die Gestörten aus dem Startgatter, Nino versuchte mich nach rechts von der Strecken zu drängen, aber da ich gleichauf war, konnte ich gegenhalten! Die erste Rechtskurve näherte sich und wir waren immer noch Schulter an Schulter – verdammt, warum gibt Nino nicht nach?? Kein Respekt vorm Alter, diese jungen Leute!

Leider ist in so einer Kurve nur begrenzt Platz für zwei sprintende Irren und so selektierten wir uns in einem plötzlichen Crash! Kurz auf den Boden aufgeprallt und sofort wieder zum Bike. Ein kurzer Blick zu Nino – der auch schon wieder auf dem Weg zum Bike war, also keiner verletzt – kurzer Sprint und in Crosser-Manier zurück aufs DH-Bike geschwungen! Ich war vorne und konnte die Position auch bis ins Ziel halten!! Im Ziel umarmten wir uns für dieses geile Battle – so sieht wahres Racing unter Männern aus!

Okay – jetzt aber wieder Fokus auf das Finale gegen den in der Quali noch schnelleren und noch jüngeren Max Wegener…

Oh man, langsam wird’s anstrengend mit dem jungen Gemüse… jetzt hieß es über 25 Jahre Rennerfahrung gegen 17 Lebensjahre!

Natürlich wählte auch Max die linke Seite und natürlich versuchte ich wieder am Start zu explodieren! Aber Max hatte schnell aus seinen vorherigen, teilweise verpatzten Starts gelernt und drängte mich so schnell nach rechts ab, dass mir nichts anderes übrig blieb, als kurz anzubremsen, um mich vor der ersten Rechtskurve auf seine linke Seite zu positionieren und auf meine Chance zu lauern!

Zwar legte Max hier und da ordentliche Drift am Limit hin, aber in der ersten technischen Passage kam ich nicht an ihm vorbei… immer wieder schaute sich Max um, wunderte sich wahrscheinlich, das ich ihm immer noch an seinem Hinterrad klebte! Tja, mein Freund, nicht mit mir – ich gebe nicht auf!! Jetzt kamen wir auf den offenen Teil, wo wir an dem größten Teil der Zuschauer vorbei auf die offenen Wiesenkurven ballerten! Eine scharfe Linkskurve mit zwei heftige Bodenwellen kam auf uns zu. Ich sah, wie Max für die ideale Kurvengeschwindigkeit nach rechts ausholte und da sah ich sie- die Tür, in die ich innen hineinstoßen konnte, um dem Gegner innen den Weg abzuschneiden und zum Abbremsen zwingen kann!!

Also vollgas rein und… waaas?? Schon wieder kein Respekt – macht der einfach die Tür zu, obwohl ich schon den „Fuß“, also das Vorderrad, drin habe!! Die meisten anderen hätten wohl gezuckt und hätten mich vorbei gelassen – aber nicht Max: hält voll dagegen und blockt mich!! Geiles Racing!! Zwar flippten die Zuschauer vollkommen aus und feuerten uns wie wild an, aber ich konnte mich auch in den folgenden offenen Wiesenkurven (ja Max, ich bin immer noch direkt hinter dir!) nicht mehr an ihm vorbei schieben und erst in der vorletzten Kurve ließ ich ihn ziehen, da ich mich komplett verausgabt hatte…

Fünftes Podium bei meinem fünften Rasenrennen, ich bin super zufrieden mit Platz 2- vor allem, wenn man solche geilen Battles hatte!!

Gruß

Markus

 

Geile Ausssicht hier oben: Markus auf dem Treppchen

Hochkonzentriert und was am planen dran.

Mit Feuer in die Kurve

Von wegen Kopfschütteln, hier gibt´s ehrliche Freude

Family united. Basts und Schlifskes so weit das Auge reicht.

Marion, wo ist dein Bike? Hab ich gegen diese Flasche Wasser getauscht.

Gino mit Alternativlinie

Hat er Platz? Hat er.

Trotz Bodenprobe voller Einsatz

Hä, bin ich hier falsch oder was?

Völlig entspannt trotz Gegner im Nacken. Da zahlt sich die Rennerfahrung von Gino aus

Markus dreht nochmal am Gashebel

Oh, da hinten kommt Matsch!

Sag ich doch, alles voller Matsch.

Sauber gelandet, trotz glitschiger Oberfläche: Noah Kuhnen

Kann machen, dass Erde fliegt: Gino

Alter, da kannste ja fast besser schieben. Schieben? Niemals!

Die MudKings waren echt angesagt, haben aber gehalten, was sie versprechen

Ein Kommentar:
  1. Der liebe Markus . Toller Bericht, erfrischend, packend mit Witz . Hat oft nicht geklappt dir und deinen Team zuzuschauen, das soll sich ändern . Dir, deiner Familie und dem Team alles gute und bis zum nächsten Event.
    Liebe Grüße
    Meike

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& von Stephan.