Rad am Ring 2018

August 2018

Rad am Ring 2018

24h-MTB-Rennen. Ist das nicht furchtbar öde?

Einen ganzen Tag im Kreis fahren. Immer um die gleichen Kurven. Immer an den gleichen Hindernissen vorbei. Immer in möglichst konstantem Tempo. Immer mit dem Team im Nacken.

Gegen die Zeit. Gegen den inneren Schweinehund. Gegen Wind und Wetter. Gegen Erschöpfung und Müdigkeit. Gegen Hunger und Krämpfe. Gegen sich selbst.

Für das Team. Für die Kumpels. Für den Erfolg.

Wer als ambitionierter Cross-Country-Fahrer daran keinen Gefallen findet, dem ist nach unserer Meinung auch nicht mehr zu helfen.

Und weil unsere CC-Feilen eben besonderen Gefallen an diesen Herausforderungen finden, ging es für das NBB CC-Team zum Nürburgring. Das dort ausgetragene Rennen gehört zu den größten Breitensport-Events dieser Klasse und kann jedesmal um die 8.500 Starter anlocken.

Kein Wunder, geht es doch im Grand-Prix-Flair unter anderem über die legendäre Nordschleife, um danach über etliche Höhenmeter und unbefestigten Boden immer an und um die Rennbahn zu fließen. Mit einer Kurslänge von 8km nicht besonders lang, aber mit 209 Höhenmetern pro Runde eine ganz besondere Herausforderung. Dass dabei die Strecke sowohl an der Nürburg vorbeiführt, als auch durch das Fahrerlager der Formel 1 Piloten bringt nochmals einen ganz besonderen Reiz mit sich.

Aber da sowas eben nur Bekloppte machen, haben wir unser 4er-Team vom Alfsee hingeschickt. Unter anderem auch, da unsere Nasen letztes Jahr das Rennen für sich entschieden haben und nun zur Titelverteidigung anrücken mussten.

So ging es für Ralf Brunkhorst,, Michael Swaton und Philipp Hildebrand sowie Hendrik Hövel auf die CrossCountry-Geschosse von Nicolai.

Das Rennen startete mit einer verbissenen Schlacht um den ersten Platz, denn sowohl unsere Jungs, als auch die Konkurrenz fuhr von Anfang an am Samstag um 12:55 Uhr mit vollem Einsatz, um sich ein Polster für eventuelle Notfälle zu erarbeiten. Die Erfahrung lehrt ja, dass kein Biker vor Platten, Krämpfen und Stürzen mit technischen Defekten gefeit ist.

Dies gelang allerdings auch nur mit bissigem Einsatz. Bis zur Nacht waren gerade 12 Minuten Vorsprung vor dem zweitplatzierten Team herausgefahren. Bei einer Rundenzeit um gute 20 Minuten war da noch lange kein entspanntes Zurücklehnen angesagt. Des Nachts wurde ebenfalls von allen am vertretbaren Maß der Belastung gefahren und die hohe Konstanz zeichnete sich bis in den Morgen aus:

Nach 521 gefahrenen Teamkilometern (das sind 69! Runden…) und 11.350 Höhenmetern (ja, richtig. Elf Höhenkilometer) endete für das Team um 12:35 Uhr am Sonntag das Martyrium mit einem starken Vorsprung von fast 30 Minuten und 1 1/2 gefahrenen Runden. So konnten unsere tapferen Starter erneut den Siegerpokal für die 4er-Teamwertung bei dem Mountainbikerennen am Nürburgring entgegen nehmen und stellen sich bereits auf eine erneute Teilnahme nächstes Jahr ein.

Männer, wir sind stolz auf euch. Und beeindruckt.

Ein Kommentar:
  1. Ja sicher musste man,Mann bekloppt sein, wenn man sich solchen Strapazen aussetzt.Aber ehrlich lieber solche bekloppten, wo doch ein Kampf gegen die Zeit , Technik und den Menschlichen Körper stattfindet. Die andere Seite derbekloppten sieht ja dann so aus,durch Zäune getrennt, mit Hunden und zu Pferde stark bewacht lauthals und evtl.Gewaltbereit die Fußballstadion verlassend.Ne, lieber so Ihr Vier habt Ihr sauber hinbekommen.

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