IXS Dirtmasters Winterberg 2018

Mai 2018

IXS DHC 2018 #1 Winterberg

Das diesjährige Downhillrennen in Winterberg stand erneut unter der Flagge des IXS Dirtmasters Festivals. Wie gewohnt präsentierten die Aussteller rund um den Erlebnisberg Kappe mit seinem überregional bekannten BikePark Winterberg feinste Technik und hatten auch den einen oder anderen günstigen Schnapper für die Shopper unter den Bikern dabei.

Renntechnisch war für uns als Nicolai BikeBauer Team natürlich die Downhillstrecke und der 4X-Cup deutlich interessanter. Für das 2018er DH-Rennen wurde eine Strecke abgesteckt, die zunächst harmlos wirkte. Waren doch keine Double dabei und selbst die größeren Hindernisse ließen sich alle entweder abrollen oder umfahren. Die Kunst lag in dem teils verschlungenen und engen Kurs aber ganz klar darin, den Flow nicht zu verlieren. Eine schnelle Linie bedingte durch die vielen Haken und Schlenker genau abgestimmte Brems- und Schaltpunkte, denn die Strecke rächte sich bei kleinsten Fehlern mit vielen wertvollen Sekunden.

Stimmte die Linie und der Speed zum Beispiel bei der Einfahrt in das erste längere Waldstück nicht, musste fast auf Schrittgeschwindigkeit gebremst werden. Fehlertoleranz des abgesteckten Kurses also gleich null. So wurde die eigentlich recht kurze und von den Hindernissen eher nicht besonders anspruchsvolle Abfahrt sehr abwechslungsreich. Allen BikeBauern hat dabei ganz klar das untere Teilstück ab dem Waschbrett mit am besten gefallen, da es dort richtig schnell wurde, die dicken Brocken kamen und man es krachen lassen konnte. Aber wer weiter oben die Sekunden liegen ließ, der wurde unten auch nicht glücklich. Es war ein wenig, wie mit der neuen FlowCountry Strecke im Park. Eigentlich einfach. Außer man lässt es richtig flattern, dann wird es schwierig, eng und anspruchsvoll und die G-Kräfte zerren am Körper.

Am Donnerstag ging zunächst der Rookies Cup auf einer etwas entschärften Variante der Strecke über Wurzeln, Gras und Steine. Die Nachwuchstalente maßen sich am gleichen Tag im Training, beim Seeding Run und anschließend im Finale. Unser elfjähriger Keanu erstritt sich dabei einen respektablen Platz 25 im Ranking. Bei ihm zeigte sich bereits, dass die Strecke auch für Style und Airtime sorgen konnte, dies allerdings auf dem Zeitkonto bestrafte. Markus‘ Tochter Melina brannte pfeilschnell die Strecke herunter und fuhr mit viel Spaß und absolut sauberer Fahrtechnik aus dem Hause Bast auf einen herausragenden ersten Platz in ihrer Klasse! Und das mit einer 02:33er Zeit, die auch in anderen Altersklassen für einen Platz auf dem Treppchen gereicht hätte.

Freitag diente zunächst dem Kennenlernen des Streckenverlaufes und das ganze Team war auf Contis MudKing vorne und dem Kaiser Projekt auf dem Hinterrad unterwegs. Insgesamt gab der MudKing in dem teils tiefen und pulverigen Boden als Frontreifen glänzende Ergebnisse und der Kaiser sorgte für sauberen Grip am Heck und die nötige Beschleunigung aus den Kurven heraus. In Kombination mit Nicolais Ion G19 sowie den Suntour RUX konnte also nichts mehr schiefgehen. Denn die 190 bzw. 200mm Federweg bügeln in Verbindung mit der super Geometrie der Bikes tatsächlich alles platt. Nachdem also die Kurvenabfolgen und Hindernisse soweit verinnerlicht waren, konnte man ans Sekundensammeln gehen und sich einige andere Linien anschauen.

In der Dämmerung ging dann unser Daniel Kowalski an das 4X-Gate. Nach erfolgreichen Trainings und einer guten Qualifikation stand er neben dem amtierenden 4X-Weltmeister am Gatter. Das Gate klappte weg, der Meister strauchelte und Daniel kam sehr gut vom Start weg. Allerdings zeigte der Worldchamp dann, warum er das Trikot trägt und zog gleich in der ersten Kurve innen an beiden Mitstreitern vorbei und baute seinen Vorsprung auf den kommenden Sprüngen kosequent aus, sodass kein Herankommen mehr war.

Abends ging es mit einem Großteil des Teams noch zum gemeinsamen Essen nach Winterberg. Allerdings hatten wir wieder nicht daran gedacht, zu reservieren und so artete der Hinweg zum einzigen ansprechenden und noch nicht vollen Restaurant in einen kleinen Ausdauermarsch aus. Nichtsdestotrotz ging der Abend mit guten Gesprächen und einer Menge Vorfreude auf den Seeding Run zu Ende.

Samstag zeigte sich im Training dann der eigentliche Charakter der Strecke, der nach unzähligen Fahrradreifen ja doch immer noch ausgebombter wird und die Abschnitte dadurch teilweise heftig ihren Anspruch verändern. Insbesondere das erste Waldstück und das erste Steilstück wurden deutlich unruhiger, da sich viel Pulver in den Anliegern sammelte, was oben aus den Zwischenräumen der Wurzeln heruntergetragen wurde. Wiederum machten MudKing und Kaiser aber einen souveränen Job und bissen sich schön im Boden fest.

Ralf und ich gingen dann als erste auf den Startturm. Ich reihte mich aufgrund vieler Fehler nur auf Platz #66 ein, Ralf ließ seine Erfahrung auf Platz #49 rollen. Aber wir waren uns beide einig, dass offensichtlich unser Rucksack mit den Sekunden drin auf der Abfahrt offen war und relativ viele von den Dingern unterwegs liegen geblieben waren. Hier zeigte sich aber auch die Heimtücke der Strecke. Einmal verbremst oder im falschen Gang und bei 1.500m Gesamtstrecke purzelt man im Ranking zügig nach unten. Jason war als Open Men als nächster dran und sein Rucksack war zu. Mit einer schnellen 01:54er Zeit landete er auf #14. Allerdings wollte auch er am Sonntag nochmal auf Sekundensuche gehen…
Als Schließende starteten dann Gino und Daniel auf den Kurs und wiederum zeigten sie, dass der Titel NBB „Allstars“ und Daniels Rang als Teamkapitän nicht vom Kaffeetrinken mit dem Chef kommen. Gino fuhr trotz einem Fahrfehler nach dem Steinfeld aufgrund des Licht- und Schattenspiels mit 01:55 auf Platz 18 der Pro Masters. Daniel Jahn flowte sich durch die Strecke, nahm überall Schwung mit, fuhr einen sauberen Lauf und wurde mit staunenden Zuschauern und einer Platzierung auf der Spitze der Treppe mit einer Zeit von 01:43 belohnt.

An dieser Stelle möchten wir übrigens einmal kurz hervorheben, dass wir absolut kein Verständnis für die Bengalo-zündenden und teilweise vollkommen betrunkenen Holzköpfe haben. Der Sport wird durch Alkohol nicht besser, sondern jedesmal kommt es nur zu Ärger, weil irgendwelche verwirrten Individuen meinen, sie müssten ihren Flüssigkeitsbedarf mit Alkohol decken. Macht den Scheiß bitte in der Kneipe oder zu Hause. Und wenn wir schon dabei sind: nehmt euren verdammten Müll entweder mit, oder schmeißt ihn in die zahlreichen Mülleimer. Oder seid ihr alle so schwach, dass eure dünnen Ärmchen nichtmal einen leeren Bierbecher bis zur Tonne tragen können? Es gehört zum guten Ton, alles, was man in die Natur nimmt, auch wieder mitzunehmen. Aber vielleicht erklären euch das eure Eltern ja nochmal.

Am Sonntag ging es dann für die DH’ler ins Finale. Nach den Läufen der Open Masters und Open Men wurde teils beunruhigt in den Himmel geschaut, denn der zuvor blaue Himmel wurde tiefschwarz und öffnete kurz danach auch seine Pforten. Hagel und bohnendicke Regentropfen klatschten zu Boden und verwandelten die Strecke in ein Bachbett. Nur gut, dass Gino und Daniel ohnehin mit Regen gerechnet hatten und die Linien entsprechend gewählt waren.

Und was kam nun raus?
Die Nicolai BikeBauer Piloten:
Daniel Jahn #2 Pro Masters mit 01:47:979 (in einer Regenschlacht und mit nur 0.055 Sekunden Gap)
Gino Schlifske #17 Pro Masters mit 1:57:125 (auf der ebenfalls klatschnassen Strecke)
Jason Kuhnen #14 Open Men mit 01:53:843

Die alten Herren der BikeBauer:
Ralf Schmedding #36 Open Masters mit 02:08:272
Norman Junker #46 Open Masters mit 02:11:379

Und so ging für alle ein schönes Rennwochenende in bester Gesellschaft mit den Mädels und Jungs von Continental zu Ende. Euch möchten wir auch nochmal unseren besonderen Dank aussprechen! Für Speisen, Getränke, euer absolut geiles Material und eure noch besseren Reifen sowie für euren super Support!

Und jetzt Freunde, geht Fahrrad fahren! Denn Willingen steht vor der Tür…
Macht’s gut und bis dahin,
Norman

Handmade in Korbach, Germany. Was soll da noch schiefgehen? LKW-Fahrer, Junge!

Von wegen "sind sie zu stark...", das sind doch Amateure!

Exzellentes Bike gefällig? Wir hätten da nen Vorschlag...

Das Schlachtross des schwarzen Ritters (und stolzen Papas)

Voll im Ramontik-Modus: Daniel und Martin Donat, der auf ein kühles Getränk hereinschaute.

Drei Urgesteine (jaja, so alt ist Daniel nicht, und Elmar auch nicht, und Thomas auch nicht...) Elmar Keineke, Downhill- und Motocross- und BMX- und irgendwie alles-Legende. Und jetzt bei SRAM. Und zwischen Daniel und Thomas.

Jaja, staubtrocken und so. Endlich MudKing-Wetter!

Kowalle in seinem 4X-Tunnel.

Jason, du sollst auf die Strecke gucken! Ja mann...

Ab geht die Post!

Der schwarze Ritter. Visier ist unten, G19 klar zum Gefecht.

Na, geht der Puls? Und lüg' nich!

Der Kapitän. Auf der einzigen Brücke, die zählt.

Danke ihr Mädels und Jungs von SportsNut! Ihr macht uns so viel möglich!

Die drei schnellsten ProMasters in Winterberg

Kaum zu erkennen ohne Helm, aber der links ist Markus Bast. Diesmal leider nicht am Start im Rennen. "Der Geist ist willig!"

"Und da hab ich dann so gehupt im Truck, siehste Markus? Lastwagenfahrer, mööp, mööp!"

"Das passte doch eben noch? Wieso geht das jetzt nicht. Mist, was mach ich nur? Achja: Johannes...!"

Unser junger Hüpfer: Keanu im gelben Ehrenkleid

Kowalles Racerun. Und das bunte Trikot hat nix mit Haribo zu tun...

"Noah, hau den Lenker in den Boden und die Nase auf den Steuersatz!" "Okay."

Willst du das schönste sehen, was ich je fotografiert habe? Nö, aber Kowalle mit Continental Ballon fänd ich gut!

Auch ein schöner Rücken kann...blabla. Der Chef hat alles im Blick. Alles.

Unser Teammechaniker Johannes. Wie der das mit uns aushält, wissen wir auch nicht so genau. Er ist aber ganz zufrieden. Glauben wir.

Hm, hält nicht. Achja: Johannes!

Also das da ist der Berg. Aha. Da bin ich dann runtergefahren. Okay.

All work and no play makes Jason a sleepy guy.

Conti ist halt Familie. Und da gibt es Familienfotos.

Man kann ja auch mal die EnduroBude runterscheuchen, nicht wahr?

Neues Ziel für nächstes Jahr: wir brauchen einen BikeBauer-Hubschrauber! Übernächstes Jahr dann einen Flugzeugträger. Mindestens. Aber in gelb-schwarz!

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